GRUNDSCHULE ELSFLETH

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Der Osterhase

Der Osterhase kann nicht ruh’n, hat alle Pfoten voll zu tun.

Und so liefert er im Trab, viele bunte Eier ab.

So dachte jedenfalls unser Osterhase in dieser Geschichte.

„Puh!“, schnaufte er. „Wie soll ich dies hier nur schaffen bis zum Osterfest?“. So viele Eier zu bemalen, das hatte er noch nie erlebt. Und dann haben die Kinder auch noch andere Wünsche. 

Wie z.B. ein Smartphone, Playstation, Computer usw.

Früher, da gab es nur bunte Eier und Nester. Viele Kinder haben heute auch meistens keine Lust mehr auf die Suche zu gehen, was der Osterhase sehr schade findet.

Trotzdem beschloss er schnell zu den anderen Hasen auf´s Feld hinaus zu laufen und bat dort um Unterstützung um die Eier zu bemalen. Das ließen sich die anderen Hasen nicht zweimal sagen und folgten dem Osterhasen geschwind.

Auf einem alten Bauernhof befand sich ein riesiger Stall. Dort hatte der Osterhase schon alle Eier zusammen getragen.

Jetzt hieß es für die Hasen sich richtig ins Zeug zu legen, denn bis Ostern war es nicht mehr weit. Alle waren fleißig und kamen ganz schön ins Schwitzen. Allerhand Farbe und Pinsel kamen zum Einsatz.

Viele Eier wurden mit schönen Mustern bemalt. Alle Hasen hatten Ihren Spaß dabei; einige Hasen hatten blaue Ohren bekommen und ein Hase war sogar vor lauter Eifer in den Farbtopf gefallen. Der Stall hatte dabei einen farbenfrohen Anstrich bekommen, und die Hasen waren mit ihrer Arbeit mehr als zufrieden.

„Schluss für heute!“, sagte der Osterhase. „Die ganze Arbeit ist geschafft und in zwei Tagen können wir die Eier in die Nester verteilen“. Zufrieden gingen alle Hasen auf ihr Feld zurück.

Am Samstagmorgen war es dann soweit. Frohgelaunt ging der Osterhase in den Stall, um nach den Eiern zu sehen.

Aber o weh, was musste er entdecken. Der Stall war leer. Kein einziges Ei war zu sehen. Er  suchte den ganzen Stall ab, doch nur ein einsamer Pinsel lag noch in einer Ecke herum.

In Panik lief er schnell zum Feld, wo die anderen Hasen gemütlich im Gras hockten.

„Stellt euch vor“, sagte der Osterhase  aufgeregt. „Alle Eier im Stall sind verschwunden. Kein einziges ist mehr da. Um Himmelswillen wo sind die bloß?“.

„Vielleicht sind sie alle davon gerollt?“, vermutete ein Hase.

„Oder der Weihnachtsmann ist gekommen, hat sich in der Zeit versehen und alle Eier in seinen Sack gepackt“, überlegte ein anderer Hase.

„So ein Blödsinn!“,sagte der Osterhase. „So etwas gibt es nicht. Fest steht, wir müssen die Eier suchen.“

Mit vollem Einsatz suchten alle Hasen nach den verlorenen Eiern, bis sie am Abend erschöpft

wieder zum Stall kamen.

Da trauten sie Ihren Augen kaum. Der Stall war blitzeblank sauber, als wäre Meister Proper dagewesen und alle Eier lagen wieder an ihrem Platz. Selbst der einsame Pinsel lag wieder an Ort und Stelle.

Da staunten die Hasen nicht schlecht und der Osterhase atmete auf. Zum Glück waren alle Eier wieder da.

Aber wie konnte so etwas passieren?

Plötzlich ging die Stalltür auf und die Frau vom Osterhasen stand in der Tür.

„Mich hattet ihr wohl ganz vergessen. Ich wollte doch beim Eierbemalen helfen, aber ihr alle wart schon fort. Da habe ich diesen Schweinestall hier gesehen. Der ganze Stall war voller Farbe; Pinsel Farbtöpfe, selbst Hasenspuren von Hase Taps waren auf dem Boden zu sehen.

Kurzerhand habe ich alle Eier gesammelt und den ganzen Stall wieder in Ordnung gebracht.

Denn wie heißt es so schön:

Ordnung ist das halbe Leben! Merkt euch das!!!“

Alle waren erleichtert, und so konnten doch noch alle Eier zu Ostern verteilt werden.

Frohe Ostern!

 

Ostergeschichte (2)

Ostersonntag der 05. April 2015:

Wieder ist ein Jahr vergangen wie im Fluge. Nun haben wir den Monat April und Ostern steht vor der Tür.

Der Osterhase und seine Frau sind sich einig: In diesem Jahr sollen die Ostervorbereitungen nicht so stressig und hektisch ausfallen. Im vorherigen Jahr, wir erinnern uns, war der Osterhase und seine fleißigen Helfern zwar sehr fleißig gewesen, kamen aber dabei ganz schön ins Schwitzen und in ihrer Hektik hatten die Hasen völlig vergessen, den Stall, den sie zum Eierbemalen benutzten, ordnungsgemäß wieder aufzuräumen. Pinsel und Farben lagen herum und ein Hase war vor lauter Eifer sogar in den Farbtopf gefallen und hinterließ im ganzen Stall schöne Hasentapsen. Das fand die Osterhasenfrau ja gar nicht so lustig, als sie nach getaner Arbeit dazu kam und räumte alleine kurzerhand den ganzen Stall wieder auf. Die Eier wurden solange zwischen deponiert. Das machte viel Arbeit, denn die Hasen hatten ein heilloses Durcheinander veranstaltet. Der Osterhasenfrau taten noch immer alle Pfoten weh von der ganzen Arbeit die sie dadurch hatte.

„Dieses Jahr“, hatte sie sich geschworen, „sollte alles anders sein“. Noch einmal würde sie dieses Chaos nicht beseitigen.

Immer noch tat ihr der Rücken von der ganzen Arbeit weh, sogar der Osterhase war noch müde und hatte dieses Jahr gar keine Lust auf Ostern. Lieber würde er in der Hängematte relaxen und das Fest verschlafen.

Auch die Osterhasenfrau träumte derweilen von einem Wellness-Urlaub für ein paar Tage.

Das wäre schön. Über die grüne Wiese hoppeln, an den Gänseblümchen und Krokussen schnuppern und auf dem Feld ein Festmahl aus den zartesten Mohrrüben sich aussuchen zu können.

So überlegten sich Osterhase, seine Frau und die vielen kleinen Osterhasen, die zum Helfen immer bereit waren, dass sie dieses Jahr einmal an sich denken. Somit hätten sie dann auch mehr Zeit für sich und könnten sich so richtig erholen. 

Aber wie sollen wir dieses Osterfest nur  in Griff bekommen??

Hase Taps hatte da plötzlich eine Idee.

Im letzten Jahr hatte er beim Eier verstecken bemerkt, dass in einem Garten morgens ganz früh eine Mutter mit Eiern kam und dieses im Garten versteckte. Auch Kinder in der Schule und im Kindergarten waren dabei gewesen, Eier zu bemalen und Osterschmuck zu basteln. 

„Wie wäre es wenn wir in diesem Jahr den Eltern und Großeltern das Eierbemalen und Verstecken überlassen? Auch in den Supermärkten liegen im Januar schon fertige Ostereier die von einigen Firmen hergestellt werden. So können wir getrost ein paar Tage ausspannen und kontrollieren nur, ob die Eier gut versteckt sind.“, sagte Hase Taps.

„So machen wir es“, sagte der Osterhase. „Gute Idee“, sagte die Osterhasenfrau. Schnell wurden zur Info ein paar Handzettel an Eltern, Omas und Opas, Kindergärten und Schulen verteilt. Darauf stand:

„Bitte übernehmt in diesem Jahr den Job vom Osterhasen.

Müssen uns mal entspannen um im nächsten Jahr wieder richtig fit zu sein.

Schauen dann kurz am Ostersonntag vorbei!“.

So sollte es dann auch sein.

Somit kam Ostern und der Osterhase und seine Frau hatten die freie Vorosterzeit in der Hängematte verbracht. Allerdings machten sich dann der Osterhase und seine Frau auf den Weg um nach den versteckten Eiern zu sehen. Bestimmt hatten die Eltern alle Eier gut versteckt. „Aber Kontrolle ist besser“, meinte der Osterhase. 

Nun waren es die Hasen die nach den Eiern sahen und  suchten. Sie suchten bis zum Abend. Alle möglichen Verstecke aber blieben leer.

Hase und Häsin waren verärgert. „Kann man sich auf die Menschen denn gar nicht verlassen? Hatten sie denn gar keine  Lust beim verstecken der Eier zu helfen? Wurde Ostern einfach vergessen?“

Plötzlich kam Hase Taps angehoppelt. Außer Puste sagte er: „Die Menschen können nichts dafür. Sie haben alles richtig gemacht und sind sehr fleißig gewesen.

Diesmal liegt es an euch. Ihr habt am Ostersonntag wie die Murmeltiere so tief und fest in eurer Hängematte geschlafen. Ich konnte euch nicht wachrütteln. Da konnte man wohl sehen wie nötig ihr diesen Schlaf brauchtet. Heute ist bereits Montag und fast alles vorbei.

Ihr habt euch einfach im Tag versehen

Viele Kinder waren eifrig am Ostereiersuchen gewesen und freuten sich sehr über die bunten Eier.

Alle waren überrascht wie toll diesmal die Eier versteckt waren. Im Wohnzimmer, hinterm Sofa, im Bücherregal, im Blumentopf, oder sogar im Vogelhäuschen.

Der Ostersonntag war also sehr erfolgreich verlaufen.“

Dem Osterhasen fiel ein Stein vom Herzen und war  erleichtert. Zufrieden sagte er daraufhin:

„Im nächsten Jahr wird aber alles anders.

Gemeinsam mit den Menschen teilen wir uns die ganze 

Oster  -  eierei.

 

Bis dahin – Euer Osterhase.“

von  S. Makdissi