GRUNDSCHULE ELSFLETH

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Weihnachtsgeschichte

Leise rieselt der Schnee…

Es ist bitterkalt und der kleine Engel Melanie und dessen Helfer fliegen durch die Fenster der vielen Kinderzimmer um die geschriebenen und gemalten Wunschzettel der Kinder einzusammeln, die für den Weihnachtsmann auf den Fensterbänken bereit lagen.

Es ist wieder soweit: Weihnachten naht und somit jede Menge Arbeit für den Weihnachtsmann und seine fleißigen Helfer.

„Oh je!“, dachten die Engel. Die Listen der Wunschzettel wurden immer länger und schwerer.

„Hoffentlich schaffen wir auch alles pünktlich bis zum Fest.“

Der Weihnachtsmann wartete schon ungeduldig auf alle Wunschzettel.

„Wo bleiben denn nur die Engel?“

„Geschafft!“, pustete Engel Melanie. „Hier sind wir mit den Listen“ und ließ alle Wunschzettel auf den großen Tisch des Weihnachtsmannes gleiten.

„In diesem Jahr sind wir richtig ins Schwitzen geraten.“

„Lasst mal sehen, was die Kinder sich denn so wünschen“, sagte der Weihnachtsmann.

Puppen, Lego, Smartphones, Fernseher, Bücher, Stecksysteme, Gesellschaftsspiele...

Eine große Vielfalt tat sich dem Weihnachtsmann auf.

„So, nun an die Arbeit. Wir müssen jetzt alle Wunschzettel richtig zuordnen.“

„Aber, auch das noch!“, bemerkte Engel Melanie. In der ganzen Hektik hatten die Engel vergessen, alle Namen und Adressen der Kinder aufzuschreiben.

Wer bekommt denn jetzt den Legokasten und wer bekam denn noch mal das Puzzle, und, und und...

Die Engel waren außer sich. Wie konnte so etwas passieren? „Schnell und flink wollten wir sein und jetzt dieses Missgeschick.“

Da hatte der alte Engel Patrick eine Idee.

„Halb so schlimm“, sagte er:

„Wie ihr wisst:

In der Ruhe liegt die Kraft.

Und so habe ich in Ruhe nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen:

Wir verteilen einfach die Geschenke nach Gefühl.

Angelina bekommt den Legokasten und der kleine Seyhan von nebenan das Puzzle.So machen wir es.

Dieses Jahr gibt es wohl dann für alle Überraschungen.“

Nun war es endlich soweit und der Heiligabend kam. Viele kleine und große Überraschungen taten sich auf.

Am ersten und zweiten Weihnachtstag trafen sich Angelina und Seyhan draußen vor der Tür.

„Du; Seyhan?“, sagte Angelina: „Dieses mal habe ich vom Weihnachtsmann nicht das bekommen was ich wollte, sondern einen Legokasten.“ „Und ich habe ein Puzzle bekommen“, sagte Seyhan . „Habe ich mir auch nicht gewünscht“. „Das ist ja genau was ich mir gewünscht habe“, sagte Angelina „Ein Puzzle!“. „Ja, und ich hatte mir einen Legokasten gewünscht“, brach es aus Seyhan heraus.

„Wollen wir vielleicht tauschen?“

„Nö“, sagte Laura. „Ich weiß etwas besseres. Wir könnten ja mal gemeinsam mit unseren Weihnachtsgeschenken spielen. Das wäre doch cool, oder?“.

„Klar!“, sagte Seyhan. „Somit können wir uns auch besser kennenlernen und dann vielleicht auch mal öfters zusammen spielen.“

So verabredeten sie sich für den nächsten Tag und wurden dadurch zu Freunden.

Engel und Weihnachtsmann nickten vom Himmel zufrieden herab.

„Überraschungen sind doch was Schönes und haben somit auch ihren Sinn.

Lasst Euch doch auch überraschen.“, sagte der Weihnachtsmann und wünschte somit allen frohe Weihnachten!

von S. Makdissi